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Mäßig Erfolreich – Marathon Saalhausen 2012

So, es ist vollbracht. Die erste Rennteilnahme seit 4 Jahren.
Samstag morgen um 4:30 Uhr hieß es ab auf das Bike und zum Treffpunkt mit Markus an der Raststätte Hünxe West zu kurbeln. Pünktlich um 5:20 Uhr kam dann auch Markus und es ging ab nach Saalhausen wo wir dann auch ca 2 Stunden später angekommen sind.
Schnell zur Anmeldung da ich ja noch Nachmelden musste. 10 € Nachmeldegebühr empfinde ich als ein wenig übertrieben, aber was soll man machen. Insgesamt dann 37 € Startgeld, was genau 1,- € je gefahrenen Kilometer im Rennen macht. Da soll noch jemand über die Autobahnmaut meckern 😉
Mit 16 Grad war es sehr frisch und es zog sich zunehmend zu. Laut Regenradar sollte es eigentlich südlich vorbei ziehen. Eigentlich!
Nachdem Markus und ich uns warm gefahren hatten, stellten wir uns dann gegen 8:40 Uhr in die Startaufstellung. Erstaunlich wenig los, was wohl der sehr frühen Startzeit geschuldet werden kann.
Kaum standen wir dann da, fing es an zu regnen. Allerdings nicht zu viel, war auszuhalten.
Nach kurzer Verzögerung erfolgte dann um 9:04 Uhr der Startschuss und die Menge setzte sich in Bewegung. nachdem alle die kleine Brücke passiert hatten, ging es abwärts die Hauptstraße entlang. Gute Gelegenheit entweder Positionen gut zu machen, oder sich gleich zu Anfang die Beine sauer zu fahren. Ich entschied mich für den Mittelweg.
Es kam wie es kommen musste. Beim ersten längeren Anstieg von ca 150 hm war ich noch nicht im Rennen angekommen und hatte schwere Beine. Ein paar, zumeist jüngere Fahrer, zogen vorbei, kein Grund also das Tempo anzuziehen, eh nicht meine Wertungsklasse.
Kurze Abfahrt, weitere 150 hm hoch. Mittlerweile hatte es stark zu regnen angefangen. Brille war schon in der Trikottasche verstaut, konnte eh kaum was durch sehen.
Die folgende, 200 hm Abfahrt war ganz nett zu fahren. Knapp 60 km/h auf nassem Naturschotter. Dazu ein paar netten Senken. Kurz vor Ende dann ein Schlagloch übersehen und fullspeed da durch. Schlag ins Kreuz.
Das machte sich beim nächsten Uphill bemerkbar, dann da hatte ich Rückenschmerzen.
Am Streckenrand waren erstaunlich viele Biker mit Defekten.
Es folgte ein wenig auf und ab und dann die Durchfahrt des Start-/Zielbereich mit der Verpflegungsstation bei KM 17.
Mittlerweile war auch im im Rennen angekommen, genau rechtzeitig vor der langen Anstieg von 400 hm am Stück.
Schnell noch ein Gel reingezogen und schon ging es bergauf. Gleich zu Beginn auf einem elendig steilen Straßenstück. Es folgte Höhenmeter an Höhenmeter, bis rauf auf 700 Meter.
Das heißt, wenn ich denn mal gewußt hätte auf welcher Höhe ich mich befinde. Denn der scheiß Garmin meinte mal eben, das ich auf 560 Meter fahren würde und da blieb. Besser noch, er zeigte zum Teil bei geschätzten 15% Steigung an, das es 5% Gefälle sei. Ganz toll, wirklich. Wenn man das Scheißding mal wirklich braucht, quittiert es seinen Dienst.
Ohne also zu wissen wie hoch ich bin und so auch nicht wie weit es noch bergauf ging, hieß es dann Kraft einteilen um oben anzukommen. Offenbar habe ich dort einige Zeit verloren, denn von hinten zog dann eine Gruppe auf. Tempo angezogen und diese auf Distanz gehalten.
Die zwei Schiebepassagen bei diesem Anstieg hätte man sich auch schenken können. Die zweite von denen wirkte, als wenn man in einen Steilhang mit der Motorsense mal eben einen Weg freigeschnitten hat, der unfahrbar war.
Endlich oben angekommen merkte ich, dass ich zu vorsichtig den Berg gefahren bin, denn ich hatte noch gute Beine. Man könnte fast sagen, mir ging es richtig gut oben.
Egal, runter von dem Ding, hier war es zu nebelig um eventuell eine Aussicht genießen zu können.
Es folgte der schönste Teil des Marathon mit einigen Trails und kurzen Anstiegen. Jetzt lief es bei mir auch flüssiger. Machten einfach Spaß die letzten Kilometer.
Noch ein kurzer Minianstieg und und dann runter ins Ziel.
Im Ziel ging es mir eigentlich richtig gut. Hätte vom Gefühl her auch noch länger sein dürfen die Strecke. Aber das täuscht natürlich auch. Denn mit ca 350 km Training war nicht mehr drin als diese 37 km.
Ergebnis war egal. Ich wartete auf Markus der dann 6 Minuten später ins Ziel kam.
Danach nur noch kurz mit Bekannten gesprochen und ab zum Auto, Umziehen da uns kalt wurde.
Völlig durchnässt waren wir und dreckig wie sau.

Saalhausen_KlamottenEs folgte dann noch die 2 Stunden Rückfahrt und 10 km Rückweg auf dem Bike von der Raststätte Hünxe nach Spellen.
Zuhause dann sofort die Klamotten in die Wäsche.

Das Ergebnis folgte dann am späten Nachmittag:
Dirk Osada Platz 16 Sen1 (Platz 71 Gesamt) 2:21:14 h

Platz 16 hört sich erst einmal gut an. Für meinen Geschmack ist aber der Abstand von 30 Minuten auf den Sieger zu groß.
Angesichts der Wochenlangen Verletzungspause aber ganz OK

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